Amanda kam als fünfjährige durch ihren Vater Nico, (früher selbst unter den Top.10 Südafrikas und von Beruf Rechtsanwalt) in Hoopstad 500km südlich von Johannesburg zum Tennis. Mit 15 Jahren begann ihre Profikarriere, die aber erst ihren richtigen Höhepunkt im Frühjahr 1992 in Boca Raton hatte. Beim Turnier von Boca Raton schlug sie die damalige Nummer.3 der Welt, Gabriella Sabatini. 1995 beendete Amanda Coetzer Steffi Grafs Siegesserie von 32:0 Siegen. In dem Turnier schlug Coetzer auch die andere Co-Nr.1, Monica Seles und blieb die einzige Spielerin, der dieses gelang, die beiden Co-
Nr.1 in einer Woche zu besiegen. Gerade Steffi Graf hat Amanda in unguter Erinnerung. 1997 in Berlin spielte Coetzer Graf mit 6:0 und 6:1 förmlich an die Wand und fügte ihr so ihre höchste Niederlage zu, die Graf überhaupt je erhalten hat. Im gleichen Jahr flog Graf in Melbourne und Paris gegen sie aus dem Grand-Slam Turnier. In ihrer Karriere konnte sie bereits dreimal gegen die aktuelle Nummer.1 gewinnen - noch ein Grund mehr sie als Favoritenschreck einzustufen. Hingis,Davenport und eben Graf unterlagen als weltbeste Spielerinnen gegen Coetzer. Keinen Ball gibt die als "Laufwunder" bezeichnete Coetzer verloren und treibt so die Spielerinnen zur Verzweiflung. Im Jahr 1997 feierte sie ihre grössten Erfolge. Ihr gutes Tennis katapultierte sie auf ihre bisher beste Weltranglistenposition, Nr.3. Der ganz grosse Wurf ist Amanda Coetzer nicht gelungen. Aber ihre Gegnerinnen sprechen mit grösstem Respekt über die nur 1,58m kleine Südafrikanerin. Auch den Hopman Cup in Perth konnte sie schon einnmal an der Seite von Wayne Ferreira gewinnen. Amanda Coetzer ist eine Spielerin, die jederzeit das Zeug dazu hat, Spielerinnen aus den Top.10 zu schlagen und ist aus dem Tenniszirkus nicht mehr wegzudenken. Privat zählen Lesen, Shoppen, Tanzen und Fremdsprachen zu Amandas Hobbies. Man kann nur hoffen, dass so eine Spielerin solange wie möglich dem aktiven Tennissport erhalten bleibt.